Geschichte

Die alte Ländte und die Schiffsanlegestelle

Eine erste Anlegestelle für Ruderboote befand sich rechts von der alten Ländte, hier war für die Schifferinnen von Brienz der Anlegeplatz. Elisabeth Grossmann (1795-1858) ist noch heute als "La belle batelière de Brienz" ("die schöne Schifferin von Brienz") bekannt. Das erste Dampfschiff „Matti“, in den1840er Jahren, legte ebenfalls hier an. Der Anlegeplatz hatte einen gedeckten Unterstand. Die Gäste mussten den Weg zum Hotel zu Fuss hochgehen. Träger waren beim Gepäcktransport behilflich, einzelne Gäste konnten sich mit einer Sänfte hinauf tragen lassen. Im Dezember 1999 beschädigte der Sturm Lothar die Stützmauer der alten Ländte und riss ein grosses Loch in den Boden. Heute befindet sich an dieser Stelle eine Betontreppe.

 Mit der Zunahme des Schiffbetriebs und dem Bau der Giessbachbahn wurde die jetzige Ländte in Betrieb genommen. Die Halle war bereits mit einer Toilette, einem Kiosk und einem Schalter mit einem für den Verkauf von Fahrkarten für die Giessbachbahn und für die Schiffe versehen. Eine kleine Wohnung für einen Angestellten war ebenfalls vorhanden. Bis zur Bahn führte ein gedeckter Aufgang. Das Bahngebäude war damals grösser als heute. Im Winter wurden hier zwei Wagen nebeneinander eingestellt; dies bedingte zwei Geleise nebeneinander mit einer Weiche vor dem Wagenhaus.

Die jetzigen Bauten, auch die Bahnhalle an der Bergstation, stammen alle aus der Zeit um 1947.